#1 Razzia bei Hells Angels Mönchengladbach von Admin 04.09.2021 14:02

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Mit einem Panzer rammte das SEK ins Clubhaus der Hells Angels Mönchengladbach. Es geht um den Mord an Rocker Kai (†32). 2014 wurde sein Torso im Rhein gefunden. Auch Bordell in Duisburg Vulkanstraße gestürmt sowie Hafträume in verschiedenen Justizvollzugsanstalten.

Im Morgengrauen rollt der schwere Polizeipanzer Survivor vor das Clubhaus der Hells Angels MG City, Fenster werden durchbrochen. Dann stürmen schwer bewaffnete SEK-Beamte das Gebäude!

Zeitgleich um 6 Uhr stürmen weitere Spezialeinheiten und Hundertschaften aus ganz NRW insgesamt 20 Gebäude in Mönchengladbach, Leverkusen, Mülheim sowie im Duisburger Bordellviertel.

Spektakuläre Rocker-Razzia. Hier holt die Polizei die Tatverdächtigen des Rocker-Torso-Mordes von Duisburg und von zwei weiteren Mordversuchen an Bandidos Member.

Am frühen Morgen führen zwei SEK-Beamte einen der Verdächtigen über einen Gehweg in Mönchengladbach. Der untersetzte Mann ist noch barfuß, nur mit einer roten Fußball-Hose bekleidet (FC Barcelona), trägt ein Goldkettchen. Die Polizei hat ihn offensichtlich aus dem Schlaf geholt.

Das war eine Razzia in einer Größenordnung, wie wir sie lange nicht erlebt haben in Nordrhein-Westfalen, auch bundesweit nicht. Es waren über 800 Beamte im Einsatz, darunter Spezialeinheiten nicht nur aus NRW. Aus drei weiteren Bundesländern wurden Spezialeinheiten hinzugezogen, um einen sauberen Einsatz zu garantieren.

Diese Leute sind extrem gefährlich. Deshalb auch dieses martialische Aufgebot. Einen der Hauptverdächtigen im sogenannten Duisburger Torso-Mord erwischte die Razzia im Tiefschlaf.

Es gibt immer einen – meistens ein Hells Angels Prospect, der sich noch verdient machen muss, Der muss in den Räumlichkeiten immer übernachten, um das Gebäude zu sichern vor Übergriffen. Und damit er die anderen Rocker informieren kann. Und den hat es heute Morgen sehr unsanft aus dem Schlaf geholt, weil das SEK mit dem Panzer dieses Fenster aufgestoßen hat. Dann ist das SEK reingestürmt und er ist aus dem Schlaf gerissen worden, wie er es sich wahrscheinlich auch noch nicht vorstellen konnte.

Es war eines der spektakulärsten Verbrechen im Rocker-Milieu. Im Februar 2014 entdeckten Spaziergänger zunächst den abgetrennten tätowierten Arm eines Hells Angels Member im Rhein bei Duisburg. Rund zwei Monate später wurde dann der Torso von Rocker Kai M. (†32) gefunden, er trieb ebenfalls im Rhein.

Über sieben Jahre ermittelten die Fahnder der Duisburger Mordkommission, warum der Höllenengel sterben musste. Und suchten akribisch nach den restlichen Körperteilen und dem fehlenden Kopf.

Laut Polizei hatte sich 2019 ein Kronzeuge an die Polizei gewandt und Informationen an diese gegeben. So konnten neue Ermittlungsansätze verfolgt werden, die letztlich zu den Durchsuchungen führten.

Jetzt steht die schreckliche Bluttat vor der Aufklärung. Kai M. aus Oberhausen soll von seinen eigenen Hells Angels Brüdern erschossen worden sein. Weil sie glaubten, er sei ein V-Mann.

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