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Thomas 62
Beiträge: 7351 | Zuletzt Online: 07.06.2026
E-Mail:
bg-62@online.de
Geburtsdatum
27. Juni 1961
Wohnort
Freinsheim
Registriert am:
12.07.2012
Geschlecht
männlich
    • Thomas 62 hat einen neuen Beitrag "Limburgerhof Flugzeugabsturz Limburgerhof: Zwei Tote – Trümmer in Wohngebiet" geschrieben. 17.05.2026

      Schockierte Anwohner und Trümmer im Garten: Limburgerhof nach dem Flugzeugabsturz.
      Ein lauter Knall und herabstürzende Trümmer: Bei einem tragischen Flugzeugabsturz über einem Wohngebiet in Limburgerhof kamen zwei Menschen ums Leben. Was bisher bekannt ist.
      Zeugen berichten der Polizei gegenüber, dass sie einen lauten Knall wie bei einer Explosion in der Luft gehört. Daraufhin soll das Flugzeug abgestürzt sein. Die Ermittlungen zur Ursache sind im vollen Gange und werden am Sonntag fortgesetzt.

      Vor Ort zeigt sich kurz nach dem Unfall ein Anblick der Verwüstung: Zerfetzte Flugzeugteile verteilen sich über einen großen Abschnitt der Albert-Einstein-Allee, deren Zufahrt die Polizei schnell abgeriegelt hatte. Offensichtlich muss das Flugzeug in dem Bereich zwischen Siebenbürgenweg, Albert-Einstein-Allee, Max-Planck- und Justus-von-Liebig-Straße abgestürzt sein. Das Dach eines Hauses hat Einschlagspuren, in einem Garten liegt ein längliches Gestänge, der Propeller samt Antrieb ist tief in den Gehweg eingeschlagen, auf einem Zaun hängt ein großes Seitenteil. Egal, wohin der Blick schweift – überall Trümmerteile. Es grenzt an ein Wunder, dass keine Anwohner schwer verletzt wurden. Nur eine 66-jährige Frau hat laut Polizei am Bein Schürfwunden davongetragen, als sie vor den Trümmerteilen geflohen ist.

      „Das überlebt keiner“
      Der Regen wird stärker. Doch das ist in dem Moment nebensächlich. Die Menschen auf der Straße sind zu schockiert: „Oh mein Gott!“ , „Das überlebt keiner!“ ist zu hören. Einige sind verunsichert, ob sie zu ihren Häusern dürfen. Die Polizisten sichten das Ausmaß des Unglücks, werden in Häuser und Gärten gelassen. Ein Anwohner, dessen Dach beschädigt wurde, ist besorgt: „Es regnet rein, darf ich einen Dachdecker holen?“, fragt er. Der Polizist beruhigt und gibt das Okay. Dann rückt ein weiterer Notarztwagen mit lautem Martinshorn und Blaulicht an. „Das hier ist ein Tatort“, ruft der Einsatzleiter der Polizei laut durch die Straße. Alle, die nicht hier wohnen, müssen das Gebiet verlassen.
      Später bestätigt die Polizei, was man angesichts der Zerstörung erahnt hat. Die beiden Insassen, zwei 60 und 66 Jahre alte Männer aus Bayern, haben den Absturz nicht überlebt. Nach RHEINPFALZ-Recherchen handelt es sich um ein historisches, einmotoriges Flugzeug des Typs North American T-28A Trojan, das gegen 10.45 Uhr in Aachen gestartet war und nach Oberpfaffenhofen in Bayern unterwegs war. Flugzeuge dieses Typs wurden in den 1940/50er-Jahren gebaut und sind als Militär- und Trainingsflugzeuge eingesetzt worden.
      Hubschrauber zur Luftaufklärung
      Ein Augenzeuge berichtet, dass nach dem Absturz ein SAR (Search and Rescue) Bundeswehr-Hubschrauber hinter der Domholz-Schule gelandet ist. „Danach traf ein Polizeihubschrauber ein, schwebt lange über dem Areal und sucht dann den weiteren Umkreis ab“, berichtet Hans-Jürgen Reinhard, der ganz in der Nähe des Unglücksorts wohnt. Später beteiligt sich auch der Bundeswehr-Helikopter an der Luftaufklärung. Thorsten Mischler, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ludwigshafen, bestätigt den Einsatz des Polizeihubschraubers zur Aufklärung. Aus der Luft sei das Ausmaß des Absturzes für die Ermittlungen dokumentiert worden. Derzeit ermitteln die Kriminalpolizei und die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen.
      Bürgermeister Andreas Poignée (CDU) ist ebenfalls durch den lauten Knall gegen 11.20 Uhr auf das Unglück aufmerksam geworden, wie er erzählt. Er sei sofort zum Unglücksort geeilt. „Die Anwohner waren geschockt, aber nach dem ersten Schreck sehr ruhig.“ Nachdem klar gewesen sei, dass keine Anwohner schwer verletzt worden sind, sorgten sich die Bürger ob der Schäden.

      THW hilf bei den Schäden
      Laut Landrat Volker Knörr (CDU) sind mehrere Dächer beschädigt: „Bei einigen sind es nur die Ziegel, bei anderen klaffen große Löcher“, sagt er. Das Technische Hilfswerk sei angerückt und soll die betroffenen Bürger unterstützen, die Schäden provisorisch zu beheben. „Jedoch erst, wenn die Polizei die Ermittlungen vor Ort beendet hat“, erläutert Volker Knorr.
      Er und auch Bürgermeister Poignée sprechen von einem riesigen Glück im Unglück. Der Regen, das verlängerte Wochenende und die Unglückszeit hätten begünstigt, dass wenige Menschen auf der Straße oder in ihren Gärten waren. „Schaut man sich die vielen Trümmerteile an und mit welcher Wucht sie eingeschlagen sind, hätte es durchaus auch Schwerverletzte unter den Anwohnern geben können“, sagt Andreas Poignée.

      Für Anwohner wurde eine Anlaufstelle im Albert-Schweitzer-Haus, Albert-Schweitzer-Straße 7a in Limburgerhof eingerichtet, die auch am Sonntag von 10 bis 14 bestzt sein wird. Die Polizei bittet Grundstücksbesitzer und Zeugen, die sich bislang noch nicht gemeldet haben oder von den Einsatzkräften kontaktiert wurden, sich zu melden. Die Trümmerteile sollen außerdem nicht bewegt werden, damit sie von der Polizei abgeholt und sichergestellt werden können.

      Zeugen oder von Schäden Betroffene können sich per E-Mail unter kdludwigshafen.ki3.k31@polizei.rlp.de melden. Telefonisch ist das Polizeipräsidium erreichbar unter 0621/9630.

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